Laut dem Statistischen Bundesamt liegt der Krankenstand in Deutschland seit mehreren Jahren auf einem historisch hohen Niveau. Die Gründe? Vielfältig. Sofa statt Spaziergang, Fast Food statt gesunder Nahrungsmittel – die Liste ließe sich noch weiter fortführen. Ein ganz großer Punkt ist jedoch auch die mangelnde Zeit.Aus Zeitgründen werden wichtige Routineuntersuchungen wie die beim Zahnarzt gar nicht mehr wahrgenommen. So können über einen langfristigen Zeitraum unterschiedliche Erkrankungen entstehen, die man hätte vermeiden können. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was es uns wirklich kostet, wenn wir unsere eigene Gesundheit ignorieren.
Warum ist es nicht klug, seine Gesundheit aufzuschieben?
Der Rücken schmerzt, die Erschöpfung hält seit Wochen an und der Kontrolltermin beim Arzt passt gerade nicht in den Kalender. Solange Beruf und Familie funktionieren, erscheint das Aufschieben harmlos. Doch gesundheitliche Probleme verschwinden selten, nur weil wir sie ignorieren.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamts und des BKK-Dachverbandes belegen, wie groß die Folgen inzwischen sind. Laut ihnen meldeten sich im Jahre 2024 die Arbeitnehmer in Deutschland an durchschnittlich 14,8 Arbeitstagen krank. Der Anteil der krankgemeldeten Beschäftigten lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 Prozent. Zwar gingen die Fehlzeiten gegenüber 2023 leicht zurück, sie bewegen sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.
Wie hoch sind die Kosten durch Krankheit?
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin errechnete für 2024 insgesamt rund 881,5 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage. Die daraus entstandenen Produktionsausfälle werden auf 134 Milliarden Euro geschätzt. Der Verlust an Bruttowertschöpfung lag sogar bei rund 227 Milliarden Euro.
Natürlich lässt sich nicht jede Erkrankung verhindern. Schließlich sind einige Krankheiten auf einen oder mehrere der folgenden Punkte zurückzuführen:
- Genetische Voraussetzungen
- Arbeitsbedingungen
- Einkommen
- Zugang zu medizinischer Versorgung
Dennoch können regelmäßige Vorsorge, Bewegung und eine frühzeitige Diagnose dazu beitragen, Risiken zu senken und Behandlungen weniger aufwendig zu gestalten.
Zahnbehandlungen: Ein Vorzeigebeispiel
Ein besonderes Beispiel für die Aufschieberitis zeigt sich, wenn es um die eigene Zahngesundheit geht. Denn Karies und Parodontitis entwickeln sich häufig schleichend. Schmerzen treten häufig erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.
Die Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie unterstreicht den Wert kontinuierlicher Prävention. Dafür wurden zwischen 2021 und 2023 Tausende Menschen aus verschiedenen Altersgruppen und sozialen Schichten untersucht. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass regelmäßige Zahnarztbesuche und rechtzeitige Behandlungen dabei helfen können, die eigenen Zähne länger zu erhalten. Bei den heute 73- bis 82-Jährigen hatten innerhalb eines Zeitraums von knapp zehn Jahren 40 Prozent keinen einzigen Zahn verloren.
Wer Kontrollen lange vermeidet, muss dagegen möglicherweise mit umfangreicheren Eingriffen rechnen. Vor einer ästhetischen Zahnbehandlung in Ungarn sollte deshalb zunächst untersucht werden, ob Zähne und Zahnfleisch gesund sind.
Bei starkem oder vollständigem Zahnverlust können Versorgungskonzepte wie All-on-6 in Ungarn eine Möglichkeit darstellen. Sie ersetzen jedoch nicht die frühzeitige Vorsorge, sondern kommen meist dann ins Spiel, wenn ein großer Teil der natürlichen Zahnsubstanz bereits verloren gegangen ist.
Wer Zeit spart, greift häufig tiefer ins Portemonnaie!
Eine Vorsorgeuntersuchung kostet vielleicht eine Stunde. Eine verschleppte Erkrankung kann dagegen Monate oder Jahre beanspruchen. Hinzu kommen Behandlungskosten, Arbeitsausfälle und Einschränkungen im Alltag. Wer seine Gesundheit ignoriert, spart deshalb selten wirklich Zeit oder Geld. Meist wird die Rechnung nur verschoben. Und je später sie kommt, desto höher fällt sie häufig aus.




